Ja, Dir
wird's schwer, mich zu verlassen!
Dein Auge
bricht, als ob du weinst,
und warst
doch bloß ein Kind der Gassen!
Ja, damals
ahnt' ich nicht, dass einst
als letzter
Freund ein Hund mir bliebe:
Da sucht'
ich noch bei Menschen Liebe.
Mein Hund,
in deine treuen Augen
hab'
manche Frage ich versenkt,
für die
nicht Menschenblicke taugen,
wo man ein
Tier braucht, das nicht denkt,
die
Ohnmacht auch in ihm zu sehen,
mit der
wir selbst durchs Leben gehen.
Du hast
mir nie ein Leid bereitet:
Das kann
kein Mensch, der liebste nicht!
Nun liegt
dein Leib vom Tod gebreitet,
verlöscht
dein tröstend Augenlicht ...
Was will
mir denn wie Glück noch scheinen?
Mein Hund,
mein Freund: ich kann noch weinen!
(Richard
Dehmel (1863-1920))
No comments:
Post a Comment