Willkommen / Welcome

Willkommen / Welcome
Um Gedichte zu lesen, wähle eine Kategorie (Sidebar rechts). / Select a category to read poems (sidebare right).

Wichtige Informationen / Important information:

Dieser Blog soll nicht nur eine Sammlung sein für alle, die wie ich Gedichte, Texte und einfach alles zum Thema Hund mögen, sondern auch eine Anerkennung für alle Autoren und Künstler, die uns mit ihren Werken große Freude bereiten, manchmal Trost spenden oder uns die Augen öffnen möchten für Missstände.

This blog is not only a collection for all of you who, like me, love poems, texts and simply everything about dogs, it is also intended to give recognition to all authors and artists who with their work give us great pleasure, sometimes solace and who also want to open our eyes to the abuse and neglect of animals.

*****

Ausgenommen meine eigenen Arbeiten, unterliegen alle in dieser Sammlung veröffentlichten Gedichte, Zitate, Geschichten etc. dem Urheberrecht des jeweiligen Verfassers. Leider ist mir dieser in den wenigsten Fällen bekannt. Ich möchte mich bei allen Autoren entschuldigen, die ich nicht namentlich erwähnt habe. Ich arbeite daran, die Autoren zu finden. Wer hier einen eigenen Text findet, dem wäre ich für eine Nachricht dankbar. Ich werde dann einen entsprechenden Hinweis (und/oder Link) ergänzen oder den Text umgehend entfernen.
Das Urheberrecht für meine eigenen Texte, Fotos und selbst erstellten Grafiken liegt allein bei mir. Kopieren oder jegliche Art von Weitergabe oder Veröffentlichung ist untersagt.

Copyright for all published poems, stories, quotes belongs to the respective author. Usually I don’t know the authors of the material and I would like to apologize to any authors who I don’t mention. I’m working to find the writers. If you do find your own work here, I would be grateful for an appropriate message. Then I’ll add a note (and/or a link) or will remove the text immediately. I look forward to hearing from you.
Copyright for my own writings, photos and graphics: Isa of Mayflower. Copying, spreading or any type of publication is prohibited.

2011/02/28

Der Neue

Ich weiß noch genau die Stunde,
als Du kamst in unsere Runde.

Schautest alle einzeln an.
"Diesen nehm' ich", sagtest Du dann.
Hochgenommen auf den Arm,
bei dir war es sehr schön warm.

Der Geruch, der war mir neu,
und ich dachte voller Scheu,
was kommt jetzt auf dich zu,
und ich hatte keine Ruh.

Ab ins Auto, schon ging´s los,
wohin komm ich denn nun bloß?

Weine nicht

Weine nicht, wenn du mich liebst
Der Tod bedeutet nichts.
Ich bin nur auf die andere Seite gegangen.
Ich bin ich. Du bist du.
Das, was wir füreinander waren,
wir sind es immer noch.
Gib mir den Namen,
den du mir immer gegeben hast.
Sprich zu mir,
wie du es immer getan hast.
Verwende keinen anderen Ton.
Nimm keinen salbungsvollen oder traurigen Ton an.

Nun lass mich gehen

Er schaut Dich an mit dunklen Augen,
Du magst, Du willst es gar nicht glauben.

Gepeinigt durch den großen Schmerz,
'Nun lass mich gehen', schreit sein Herz.

Auch wenn die Seele Dir zerreißt,
es Abschied nehmen heißt.

Der treue Freund verabschiedet sich leise,
er geht auf seine letzte Reise.

Freudig erregt, mit großem Schritte,
überquert Dein Freund die Regenbogenbrücke ...

(Autor unbekannt)

2011/02/22

Schatten

Du bist ein Schatten am Tage,
Und in der Nacht ein Licht;
Und lebst in meiner Klage,
Und stirbst im Herzen nicht.

Wo ich mein Zelt aufschlage,
Da wohnst du bei mir dicht;
Du bist mein Schatten am Tage,
Und in der Nacht mein Licht.

Wo ich auch nach dir frage,
Find' ich von dir Bericht,
Du lebst in meiner Klage,
Und stirbst im Herzen nicht.

Du bist ein Schatten am Tage,
Doch in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage,
Und stirbst im Herzen nicht.

(Friedrich Rückert)

Wiedersehen

Die Hoffnung, dass wir uns wieder sehen,
lindert Schmerz, gibt neuen Mut.

Tage voller Licht und Schatten,
Tage voller Freude und Glück,
mir bleibt nur die Erinnerung
an die schöne Zeit mit dir zurück

Ein Blick in deine frohen Augen
und wir hatten uns gefunden,
hast so gern getobt, gespielt,
warst mein Trost in schweren Stunden.

Mein Freund, der Hund

Mein Freund, der Hund, bist tot und ich still,
weil mein Herz das einfach nicht überwinden will.

Ich vermisse Dich an jedem Tag,
das ist ein große Last, die ich in mir trag.

Ich habe über Deinen Tod schon viel geweint,
denn Du warst einfach mein Kumpel, mein Freund.

Meine Gedanken an Dich sind unermesslich,
denn deine Art ist einfach unvergesslich.

Mit Dir habe ich so viel Zeit verbracht,
und des Öfteren über Deine Späße gelacht.

2011/02/16

Ich vermisse Dich, mein Freund

Du, mein Hund, bist tot und ich bin still,
weil mein Herz das einfach nicht überwinden will.

Ich vermisse Dich an jedem Tag,
das ist eine große Last, die ich in mir trag.

Ich habe über Deinen Tod schon viel geweint,
denn Du warst einfach mein Kumpel, mein Freund.

Meine Gedanken an Dich sind unermesslich,
denn Deine Art war einfach unvergesslich.

Mit Dir habe ich so viel Zeit verbracht
und des Öfteren über Deine Späße gelacht.

Weißt Du noch?

Weißt du noch, wann und wie wir uns zum ersten Mal trafen?
Erinnerst du dich, wie glücklich wir waren
und wie sehr wir uns liebten?
Auch wenn du meinst, du hättest dich für mich entschieden,
hatte doch ich DICH gewählt.
Ich kam zu dir, weil ich zu DIR wollte.
Meine Aufgabe war, dich glücklich zu machen.
Auch wenn ich manchmal unartig war
und du dich über mich geärgert hast,
auch wenn es schwere Zeiten gab,
vor allem zuletzt als ich alt und krank war,
so waren wir doch lange füreinander da,
und wir waren glücklich.
Danke für das Zuhause das du mir gabst,
danke für deine Liebe!

2011/02/11

ES musste sein

Tränen im Gesicht
allein, einsam,
in mir
tiefe Verzweiflung,
die mein Herz zerreißt.

Unheimliche Stille,
eine Stille voller Trauer,
ausgebrannt und leer.

Gedanken,
die meinen Verstand fast umbringen.

Kleines Hündchen

Ich will dir ein kleines Hündchen für eine Weile
leihen, hat Gott gesagt.
Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.

Vielleicht für zwölf oder sechzehn Jahre,
vielleicht auch zwei oder drei.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?

Es wird dich bezaubern, um dich zu erfreuen
und sollte sein Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen
um dich zu trösten.

Wenn die Kraft versiegt ...

Wenn die Kraft versiegt,
die Sonne nicht mehr wärmt,
dann ist der ewige Frieden eine Erlösung.
Wenn die Kraft zu Ende geht,
ist die Erlösung eine Gnade.
Wenn du an mich denkst,
erinnere dich an die Stunde,
in welcher du mich am liebsten hattest.

(Rainer Maria Rilke (1875-1926))

Leben und Tod

Ich öffne meine Augen und sehe meine Mama, die warm ist und dicke Zitzen hat. Ich spiele mit meinen Brüdern und Schwestern, wir spielen, knurren und beißen einander und haben viel Spaß.

Ich bin glücklich. Ich bin schon 10 Wochen alt und kann bereits springen und bellen, als fremde Leute kommen, die mich auf den Arm nehmen und mich mitnehmen in mein neues Zuhause.

Alles riecht fremd dort und ich fühle mich nicht heimisch, aber die Kinder lehren mir allerlei wilde und verrückte Spiele, und das liebe ich. Ich darf in ihre Hausschuhe beißen und auf ihrem Bett liegen, um mit ihnen dort zu spielen und zu schlafen. Die ganze Familie lacht, wenn ich in die Ärmel beiße und schrecklich knurre! Im Garten jagen wir hintereinander her und ich darf in ihre Beine beißen. Ich darf alles tun, was ich will. Sie lachen, wenn ich sie anspringe und ich bin glücklich.

Ich bekomme neue Zähne und werde groß und stark. Wenn ich sie jetzt anspringe, fallen sie manchmal um und weinen und dann sind die großen Menschen böse zu mir und schreien mich an. Wenn ich jetzt einen herrlich riechenden Hausschuh finde und diesen zerbeiße, nehmen sie ihn mir weg und schlagen mich damit und schreien. Wenn sie mich vom Bett herunterholen und ich knurre sie an wie einst, denn ich darf doch dort schlafen, schreien sie wieder und jagen mich in den Garten.

Ich darf nicht mehr im Haus bei meiner Menschenfamilie sein und nicht mehr mit den Kindern spielen. Sie sperren mich in eine Kammer. Ich bin unglücklich. Ich verstehe nicht, was mit mir passiert. Ich jammere, ich belle und ich möchte bei meinen Menschen sein. Ich werde verrückt. Wenn ich jemanden aus dem Haus kommen höre, hoffe ich, sie kommen, um mich zu holen und ich belle. Da schreien die Menschen und schütten Wasser nach mir. Ich bin Tage und Wochen eingesperrt, ich bin einsam, mir ist oft kalt. Warum sitze ich hier? Ich will heraus, ich will nicht allein sein. Ich belle und jammere. Ich bin unglücklich.

JETZT sitze ich irgendwo in einem fremden Käfig zwischen anderen Käfigen mit vielen Hunden. Wir jammern und manchmal kommen Menschen, um uns hinter den Gittern anzusehen. Ich vertraue niemandem mehr, sitze hinten in meinem Käfig und weigere mich, die Menschen anzuschauen. Nie bleiben sie vor meinem Käfig stehen. Ich bleibe hier sitzen - warum sitze ich hier?? Ich will heraus, ich will nicht allein sein. Ich belle und jammere und bin unglücklich!!

Da kommt ein Mann mit einer Leine und einem Halsband - möchte er mich etwa haben? Er nimmt mich mit durch viele Gänge in ein Zimmer, wo es fremd riecht. Er nimmt eine Leine und bindet mir meine Schnauze zu. Warum macht er das? Ich habe doch nicht die Absicht ihn zu beißen! Er nimmt mich in seinen Arm - will er doch freundlich sein?
Au - was macht er jetzt? Er steckt etwas in mein Fell. Ich kann meine Augen nicht mehr offen halten. Ich schließe sie, ich schlafe. Ich höre auf, traurig zu sein. Ich höre auf, mich zu fragen, was es war, was die Menschen von mir wollten. Ich schlafe, ich sehe den Himmel, niemand schreit mehr mit mir, niemand tut mir mehr weh!!!

(Autor unbekannt)

2011/01/21

Das Gespräch zwischen einem Hund und seinem Halter ...

Hallo? Hallo! Haaalllooo!!
Der Mensch schaut verwirrt um sich, da er doch allein mit seinem Hund zu Hause ist.
Wieder: Hallo! Hallo, so hörst du denn nicht Mensch?

Mensch: Ja, ich höre, wer spricht denn da?
Ich bin es, dreh dich doch mal um Mensch!
Mensch: Hund, bist du das?
Hund: Ja, ich bin es, warum hörst du nicht, wenn ich dich rufe?
Mensch: Aber, Hunde können doch nicht sprechen!
Hund: Doch können sie, ihr hört es nur einfach nicht.
Mensch: Hören? Ja, aber wie denn?
Hund: Wir schauen euch an und sprechen, wir geben euch die Pfoten, wir legen unsere Ohren vor oder zurück, und manchmal, aber auch nur wenn ihr uns schlecht behandelt, zeigen wir auch die Zähne, nur ihr wollt uns einfach nicht hören.
Mensch: Hund, wenn ich gewusst hätte, dass du sprechen kannst, hätte ich dir doch zugehört.
Hund: Siehst du, Mensch. Du hast schon wieder nicht zugehört, ich habe es dir doch soeben erklärt.
Mensch: Hund, du hast Recht und ich verspreche dir Besserung.
Hund: Mensch, wir mussten auch eure Sprache lernen, ist es da zu viel verlangt, wenn wir von euch erwarten, dass ihr wenigstens versucht, uns zu verstehen ?
Mensch: Nein Hund, du hast vollkommen recht. Aber dass ich dich jetzt so hören kann, hat das einen Grund?
Hund: Ja, das hat es in der Tat.
Mensch: Trage mir dein Anliegen vor!
Hund: Es geht darum, was ihr Menschen mit uns tut.
Mensch: Was tun wir denn mit euch?
Hund: Ihr foltert uns!
Mensch: Aber wieso das? Habe ich dich jemals schlecht behandelt? Habe ich nicht immer dafür gesorgt, dass es dir an nichts mangelt?
Hund: Mensch, was ich zum Leben brauche, gibst du mir, und auch an Zuneigung sparst du nicht, aber ...
Mensch: Aber was? Erkläre mir bitte, was du meinst.
Hund: Es geht nicht nur um mich, es geht um alle Hunde zusammen!
Mensch: Ich verstehe dich nicht ganz!
Hund: Also gut, Frage: Unterteilen wir euch etwa in verschiedene Rassen?
Mensch: Ich weiß nicht, tut ihr es?
Hund: Nein, aber ihr tut es!
Mensch: Ist das ein Problem für euch?
Hund: An und für sich nicht, aber einige von uns sind derzeit arm dran und auch uns anderen, vor allem uns Großen geht es nicht gut!
Mensch: Hund, erkläre mir das bitte genauer.
Hund: Einige von uns von euch unterteilte Rassen zumeist, wurden schlecht behandelt. Manche wurden einfach zueinander getan und in schlimmen Fällen in Keller gesperrt. Wir haben Angst und niemand kommt, um uns zu trösten, unregelmäßig und selten bekommen wir Futter und Wasser. Einige fressen sogar Ratten vor lauter Hunger. Wochen-, manchmal monatelang können wir die Sonne nicht sehen und das Gras nicht riechen. In vielen Fällen sind wir wenigstens noch zu zweit und wir trösten uns gegenseitig und haben uns lieb, manchmal auch so sehr, dass wir auch noch Nachwuchs bekommen, aber unseren Kindern geht es auch nicht gut. Den Müttern geht es an die Gesundheit, ihre Kinder zu nähren und die Kleinen werden schwächer, weil keine Milch mehr da ist. Wir haben Angst, dass unsere Kinder nicht überleben.
Mensch: Hund, das ist ja furchtbar. Mir drückt das Herz!
Hund: Hör weiter zu! Eines Tages kommen die Folterer und bringen Menschen mit und obwohl es uns so schlecht geht, freuen wir uns. Wir wedeln mit den Ruten und begrüßen den Besuch, doch anscheinend ist es nicht erwünscht, denn schon bald bekommen wir durch Tritte zu spüren, dass wir uns nicht freuen sollen. Die Mutter scheint zu spüren, dass etwas nicht stimmt. Sie fängt an zu knurren und zeigt den Menschen die Zähne. Mit Gegenständen schlagen sie auf sie ein und sie bleibt regungslos in einer Ecke liegen. Dann nehmen sie die Babys hoch. Sie packen sie im Nacken und die Kleinen schreien und strampeln heftig, doch man lässt sie nicht los und so schnappen einige von ihnen in die Luft. Das scheint die Menschen zu freuen und eine Menge Geld wandert von einer Menschenhand in die andere. Tag für Tag kommen die Menschen, bis alle Babys weg sind. Ihre Mutter rührt sich noch immer nicht.
Mensch: Hund, was hat das mit mir zu tun?
Hund: Wir brauchen eure Hilfe, darum hör mir weiter zu! Es vergehen viele Tage ohne Futter und Wasser für den Vater der Babys und der Hunger wird immer größer. Die Mutter hat sich seit Tagen nicht mehr gerührt und es beginnt sich ein Geruch auszubreiten, den wohl jedes Tier kennt. Der Vater überlegt noch, ehe er sich angewidert daran macht, die Mutter aufzufressen, das ist der Überlebungsinstinkt den wir Hunde haben. Irgendwann kommen wieder Menschen und er fletscht seine Zähne und knurrt so laut er kann. Er hört einen der Menschen sprechen, der sagt: "Jetzt ist er soweit. Jetzt hast du einen guten, scharfen Hund und er wird Dir viel Geld einbringen." Die Menschen nehmen ihn mit nach Draußen. Und obwohl er knurrt und die Zähne zeigt, wagt er nicht die Menschen zu beißen, weil er nicht vergessen hat, was seiner Gefährtin widerfahren ist. Er wartet ab und geht folgsam, ohne Strick mit den Menschen auf die Straße. Er verhält sich ruhig um nicht aufzufallen und die Menschen werden unachtsam. In einer günstigen Minute rennt er los. Er rennt so lange und so weit ihn die Pfoten tragen und erst als er sicher ist, das sie ihn nicht mehr verfolgen, läuft er gemächlich durch die Straßen. Zwischendurch schläft er in verborgenen Ecken oder unter Sträuchern. Doch nach einiger Zeit bekommt er Hunger und nähert sich den Häusern der Menschen. Er riecht an den Müllboxen, dass dort etwas Fressbares drin sein muss. Er schubst die Boxen um, was natürlich Lärm macht. Doch der Hunger ist stärker als der Fluchttrieb und so bleibt er stehen.
Mensch: Hund, so komm auf den Kern der Sache, ich kann dir kaum folgen!
Hund: Gleich, Mensch, gleich wirst du verstehen! Der Lärm macht die Menschen aufmerksam, die, sobald sie sehen, dass sich ein hungriger Streuner an den Boxen zu schaffen macht, mit Knüppeln auf ihn einschlagen und schließlich noch mit Steine bewerfen. Der Hund flüchtet sich, aber er hat sich gemerkt, dass die Menschen nicht nett sind und ist bereit, sein Leben zu verteidigen. So begibt es sich, dass ein anderer Mensch mit Taschen daherläuft, aus denen es verführerisch riecht. Auf leisen Pfoten folgt der Hund dem Duft und als der Mensch kurz wegschaut, getraut er sich, seine Nase hineinzustecken. Jedoch bemerkt der Mensch das und fuchtelt mit den Armen herum und schaut den Hund böse an. Der Hund fürchtet erneute Schmerzen und beißt mal hier, mal dort hin. Der Mensch liegt am Boden, doch in dem Augenblick erinnert sich der Hund an all die Qualen, die er erleiden musste, und seine Wut wird immer größer und er handelt wie unter einem Zwang. Er fürchtet, wenn er loslässt, dass die Schmerzen niemals mehr aufhören, und hält fest.
Dann ein lautes Geräusch! Etwas Warmes läuft an seinem Körper herunter und im schwinden die Sinne. Dann wird es um ihn herum dunkel. Er hat keine Schmerzen mehr und er kann nichts mehr hören. Er schwebt ins angenehme Nichts. Die Augen schließen sich und lautlos geht er dahin, wo seine Leidensgenossen bereits seit langem sind.
Und weil solche schlimmen Dinge geschehen sind, sollen wir anderen alle büßen. Die Menschen begreifen nicht, dass sie die Bösen sind. Und andere Menschen lassen uns jetzt leiden. Wir bekommen so seltsame Dinger um die Schnauze, die scheuern an den Lefzen und hindern uns daran zu hecheln, was aber doch sehr wichtig ist, weil wir nicht anders Schwitzen können. Dann sind wir auch noch an den Strick gefesselt und wir dürfen uns nicht mehr frei bewegen. Wir sind darüber verärgert und brummeln auch manchmal unsere Artgenossen an. Wir verstehen uns ja selbst nicht mehr, da diese Dinge unsere eigene Sprache unkenntlich machen, was zu Verwechselungen untereinander führt. Wir langweilen uns und manche lecken sich Zuhause auf ihren Decken die Pfoten oder wir beißen uns irgendwo, bis wir den Schmerz spüren. Warum nehmen sich einige Menschen das Recht heraus, uns zu foltern? Warum darf ich nicht mehr mit meinem Stock oder dem Ball auf der Wiese toben, was mich immer so angenehm müde macht? Zuhause darf ich nicht bellen, draußen durfte ich vorher immer, aber mit diesem Ding auf der Schnauze kann ich es auch dort nicht mehr tun. Der Ball war auch nichts für die Wohnung, da die anderen Menschen im Haus sich dadurch gestört fühlen. Wie und wo sollen wir uns jetzt austoben? Mensch, ich kann dir leider nicht garantieren, dass ich fröhlich bleibe und dazu noch immer nett und freundlich bin, alles und jedem gegenüber. Mir fehlt das Spielen und Rennen und ich möchte auch meine vierbeinigen Freunde wieder sehen und mit ihnen herumbalgen können. Ihr unterhaltet euch doch auch und spielt auch eure Spiele. Ist unser Leben denn weniger Wert als eures?
Mensch: Hund, ich weiß was du mir sagen wolltest. Ich schreibe die Geschichte auf, und sorge dafür, dass noch viele Menschen sie lesen. Und ich hoffe, dass auch sie begreifen werden, was du uns damit mitteilen wolltest. Hund, ist es das, was du möchtest?
Mensch: Hund? Hund! Huuunnnd! Warum sagst du nichts mehr?

Der Hund schaut seinen Menschen offen an und schlägt mit der Rute schnell hin und her. Er hebt die Pfote und der Mensch begreift, dass der Hund mit ihm spricht. Er nimmt die Pfote wie zum Handschlag und nimmt sich fest vor, die Geschichte weiterzugeben.

Ich wünsche allen Hunden dieser Welt, dass viele Menschen es lesen und vor allem verstehen werden ...

(Autor unbekannt)

Als mein Hund starb

Als mein Hund starb,
weinten die Bäume im Garten und ihre Tränen tropften von den Zweigen...

Als mein Hund starb,
schwiegen die Vögel still, sie schwiegen aus Respekt vor dem Tod des Feindes.

Als mein Hund starb,
wurde der blühende Garten leer ...

Als sein Herz aufhörte zu schlagen,
tanzten die Mäuse nicht mehr ihren Reigen und der Donner grollte in der Ferne ...

Wenn ein Tier ...

Wenn ein Tier, das unser Gefährte war, stirbt
dann ist dieser spezielle, warme Platz in unseren Herzen
auf einmal leer....
und, wie bei allen schmerzlichen Ereignissen,
wird es Zeit brauchen um über den Verlust hinweg zu kommen ...
Aber wir erkennen, wenn die Zeit vergeht,
dass Tiere einen Weg haben
uns zu lehren über das lieben,
über Treue, Freude und Freundschaft ...
Und was immer wir in ihrer Gegenwart geteilt haben,
können wir nie wirklich verlieren.

(Autor unbekannt)