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Wichtige Informationen / Important information:

Dieser Blog soll nicht nur eine Sammlung sein für alle, die wie ich Gedichte, Texte und einfach alles zum Thema Hund mögen, sondern auch eine Anerkennung für alle Autoren und Künstler, die uns mit ihren Werken große Freude bereiten, manchmal Trost spenden oder uns die Augen öffnen möchten für Missstände.

This blog is not only a collection for all of you who, like me, love poems, texts and simply everything about dogs, it is also intended to give recognition to all authors and artists who with their work give us great pleasure, sometimes solace and who also want to open our eyes to the abuse and neglect of animals.

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Ausgenommen meine eigenen Arbeiten, unterliegen alle in dieser Sammlung veröffentlichten Gedichte, Zitate, Geschichten etc. dem Urheberrecht des jeweiligen Verfassers. Leider ist mir dieser in den wenigsten Fällen bekannt. Ich möchte mich bei allen Autoren entschuldigen, die ich nicht namentlich erwähnt habe. Ich arbeite daran, die Autoren zu finden. Wer hier einen eigenen Text findet, dem wäre ich für eine Nachricht dankbar. Ich werde dann einen entsprechenden Hinweis (und/oder Link) ergänzen oder den Text umgehend entfernen.
Das Urheberrecht für meine eigenen Texte, Fotos und selbst erstellten Grafiken liegt allein bei mir. Kopieren oder jegliche Art von Weitergabe oder Veröffentlichung ist untersagt.

Copyright for all published poems, stories, quotes belongs to the respective author. Usually I don’t know the authors of the material and I would like to apologize to any authors who I don’t mention. I’m working to find the writers. If you do find your own work here, I would be grateful for an appropriate message. Then I’ll add a note (and/or a link) or will remove the text immediately. I look forward to hearing from you.
Copyright for my own writings, photos and graphics: Isa of Mayflower. Copying, spreading or any type of publication is prohibited.

2015/10/04

Herz gesucht und nicht gefunden

Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.
Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren.
Mein rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen
und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum.
Sie finden mich hässlich, mickrig und dumm.
Jetzt bin ich hübsch und mein Fell ist glatt.
Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich lästig und an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.
Und Du? Wer bist Du? Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen,
verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?
Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort.
Der Blick des Gefangenen driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.
"Versteht ihr nicht", flüstert er in den Wind,
dass wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden Tausende Welpen geboren.
Wir sind zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug.
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der Überschussfracht
sind in Tierheimen ja wunderbar untergebracht.
Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß, niemand wissen will.
Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt ...
 
(Autor unbekannt)

Ein kleiner alter Rüde

Einer nach dem Anderen geht an meinem Käfig vorbei.
Zu alt, zu verbraucht, zu abgenutzt, auf keinen Fall.
Hat die Zeit hinter sich, taugt nicht mehr für Lauf und Spiel mit dem Ball.
Dann schütteln sie langsam den Kopf und gehen vorbei.
Ein kleiner alter Rüde, krank von Arthrose und Schmerz.
Es scheint, für mich gibt es keinen mehr mit Herz.
Ich hatte mal ein Zuhause und auch ein Bett.
Einen Platz warm und Futter - so nett.
Nun wird mein Fang grau und mein Augenlicht schwach.
Wer möchte einen Hund, so alt und schwach.
Meine Familie entschied, ich sollte weg.
Ich war im Weg und meine Haltung, kein Zweck.
Ganz gleich welcher Grund in den Sinn ihnen kam.
Es war nicht Recht, dass man mein Leben mir nahm.
Nun sitz ich im Käfig. Tagaus und tagein
finden jüngere Hunde ein neues Daheim.

He is just my dog / She was just my dog

He is my other eyes that can see above the clouds;
my other ears that hear above the winds.
He is the part of me that can reach out into the sea.
He has told me a thousand times over that I am his reason
for being by the way he rests against my leg;
by the way he thumps his tail at my smallest smile;
by the way he shows his hurt when I leave without taking him.
(I think it makes him sick with worry when he is not along to care for me.)
 
When I am wrong, he is delighted to forgive.
When I am angry, he clowns to make me smile.
When I am happy, he is joy unbounded.
When I am a fool, he ignores it.
When I succeed, he brags.
Without him, I am only another man. With him, I am all-powerful.

Die 10 Gesetze, wie Hunde ihr Eigentum regeln

1.      Wenn ich's mag, ist es meins.
2.      Wenn ich's im Maul habe, ist es meins.
3.      Wenn ich's Dir wegnehmen kann, ist es meins.
4.      Wenn ich's vor 'ner Weile schon mal gehabt habe, ist es meins.
5.      Wenn's meins ist, hast Du nie wieder 'ne Chance, dass es mal Deins wird.
6.      Wenn ich was zerkaue, sind alle Teile meins.
7.      Wenn's so aussieht, als ob es meins wäre, dann ist es meins.
8.      Wenn ich's zuerst gesehen habe, ist es meins.
9.      Wenn Du etwas weglegst, mit dem Du gespielt hast, ist es automatisch meins.
10.    Wenn's kaputt ist, ist es Deins.

(Autor und Übersetzer unbekannt; das englische Original hier)

Du bist ein BARFer, wenn ...

·         ... du morgens nicht länger einen Kaffee brauchst; der Duft von frischem Pansen ist mehr als ausreichend um Dich zu wecken!
·         ... du genauestens die inneren Organe einer Kuh beschreiben kannst.
·         ... du besser ausbeinen kannst als dein Metzger.
·         ... deine Hunde Mahlzeiten bekommen, auf die Du stolz sein kannst, deine Familie sich allerdings von Fischstäbchen und Hamburgern ernährt.
·         ... dein Tierarzt neidisch auf dein Hundefutter ist, genau wie deine Freunde, Arbeitskollegen und Familie!
·         ... du 99 % der Tierärzte in deiner Gegend vor den Kopf gestoßen hast.
·         ... du deine Familie mit den Geschichten über die Umstellung auf Rohfutter zu Tode gelangweilt hast.
·         ... du an überfahrenen Wildtieren vorbeikommst und überlegst, ob deine Hunde das wohl fressen könnten.
·         ... du immer die Jäger verteufelt hast, aber jetzt überlegst, ob deine Hunde wohl gern etwas leckeres Wildfleisch fressen würden.
·         ... die Hälfte deiner Küchengeräte nur der Herstellung von Hundefutter dient.
·         ... du dein Hundefutter fotografierst, um mehr Leute zur Umstellung zu bewegen.
·         ... du nicht länger Autos kaufst unter dem Gesichtspunkt wie viele Hunde rein passen, sondern wieviel Kilo Fleisch man darin transportieren kann.
·         ... du einen riesengroßen Gefrierschrank nur für Hundefutter besitzt.
·         ... du mehr Kilometer fährst um Hundefutter zu organisieren als um zur Arbeit zu fahren.
·         ... es dir nicht länger eklig vorkommt, mit rohem Fleisch zu hantieren.
·         ... die Freunde deiner Hunde sie mit Neid betrachten.
·         ... alle Hunde-Leute auf deinem üblichen Spazierweg dich als "die Verrückte die ihren Hunden rohes Fleisch gibt" bezeichnen.
·         ... du diese Bezeichnung mit Stolz trägst.
·         ... du Referate im lokalen Supermarkt hältst, sobald jemand einen Sack Trockenfutter in seinen Einkaufswagen lädt.
·         ... du jedem die Zähne Deines 7-jährigen Hundes vorführst.
·         ... du immer eine Taschenlampe dabei hast, um jedermann das glänzende Fell Deines Hundes zu zeigen.
·         ... du ein ganzes Arsenal von Vitaminen und Zusatzstoffen besitzt, und nichts davon ist für dich.
·         ... du einen neuen kreativen Zweck für Knochensägen, Hackbeile und Buschmesser entdeckt hast.
·         ... du deinem Nachbarn die frischen Hundehäufchen unter die Nase hältst, um ihm zu zeigen, WIE KLEIN sie wirklich sind.
·         ... du Dauerkunde beim Reformhaus bist und keine der gekauften Artikel für dich ist.
·         ... einige deiner größten Errungenschaften darin bestehen, wie viele Leute du zur Rohfütterung konvertieren konntest.
·         ... dein Ehemann anfängt, rohe Knochen aus der Supermarkt-Tiefkühltruhe zu nehmen und dich zu fragen, ob das OK ist.
·         ... du langsam seltsame Blicke an der Supermarkt-Kasse bemerkst.
·         ... du dich auf technische Debatten über den Nährwert von Bio-Kuhfladen einlässt.
·         ... der Gedanke, dein Hund könnte ruhig Kuhfladen fressen, gar nicht mehr so abwegig erscheint.
·         ... deine guten Nicht-Hunde-Freunde anfangen, den Küssen deiner Hunde zu widerstehen.
·         ... du frische Erdbeeren in 35 Grad Hitze pflückst, während du weißt, dass die Hälfte davon für die Hunde eingefroren wird.

(Autor unbekannt)

Die hundeverrückte Frau ...

·         ... ist eine sentimentale Närrin:
Im Haus hängen mindestens 10 gerahmte Bilder mindestens 20 x 20 vom Hund, und sie trägt einen uralten, zerknitterten Schnappschuss von Dir irgendwo in den verborgenen Tiefen ihrer Geldbörse mit sich rum.
·         ...ist leicht ausfindig zu machen:
Entweder spaziert sie mit dem Hund oder sie ist klebt am Computer und liest Hundethreads in diversen Internet-Foren.
·         ... hat eine merkwürdige Doppelmoral:
Knuddelt auch den schmutzigsten, ungepflegtesten Hund, aber prallt zurück, wenn Du Dich nicht rasiert hast.
·         ... ist gesellschaftlich eine Wucht:
Vorausgesetzt, die Party wird von einer anderen Hundenärrin veranstaltet. Bei allen anderen Gelegenheiten schläft sie mit dem Gesicht in der Suppentasse ein.
·         ... ist außerordentlich sparsam veranlagt:
Sie wird Dein Geld niemals bei ausgedehnten Boutiquebesuchen oder in Schönheitssalons durchbringen.
·         ... ist ein kulinarischer Perfektionist:
Sie überprüft jede Inhaltsangabe auf dem Futtersack und backt Hundekekse, aber zuckt nicht einmal mit der Wimper, wenn sie Dein Essen in der Mikrowelle versteinert.
·         ... ist ein Genie in Sachen Verpackung:
Sie lädt problemlos 4 kleine Kinder, zwei große Hunde, drei Futtersäcke und den Fleischeinkauf für die nächste Woche in die Pickupkabine und ist immer noch in der Lage, relativ gut zu fahren.
·         ... ist gelegentlich liebebedürftig:
Sie hinterlässt niemals Lippenstift auf Deinem Kragen, schlimmstenfalls höchstens einen leichten Hauch von Hundegeruch und Hundehaare.
·         ... ist leicht auszustaffieren:
Kein Nerv tötender Besuch kleiner, unbequemer Boutiquen. Du findest alles, was sie braucht, bei Deinem netten Hundeladen.
·         ... besitzt perfektes Gefühl für Timing:
Sie scheint nahezu vorsätzlich immer dann einen Hund mit Blähungen zu haben, wenn Dein Chef zum Abendessen kommt.
·         ... besitzt einen sehr selektiven Geruchssinn:
Sie beschwert sich bitterlich über den schwersüßen Geruch Deiner Pfeife, während sie völlig gelassen bleibt bei dem nahezu sichtbar sich breit machenden Aroma, das ihre Hunde verbreiten, während sie neben der Heizung trocknen.
·         ... ist unverwechselbar im Badeanzug:
Da die Bräune im Nacken endet und an den Handgelenken wieder weitergeht.
·         ... ist eine Meisterin der Vervielfältigung:
Sie fängt mit einem Hund an, fügt einen Gesellschaftshund hinzu, der wiederum nicht von seinem Kumpel getrennt bleiben kann?
·         ... behält ein kritisches Auge aufs Budget:
Sie bezahlt locker 500 EUR für den Tierarzt, aber hält es für völlig überzogen, wenn Du 50 EUR für eine Krawatte raus wirfst.
·         ... liebt Konversation:
Sie kann locker endlos und stundenlang über die neuesten Wurmpasten referieren und die Vor- und Nachteile einer Kastration diskutieren.
·         ... ist absolut gesellschaftsfähig:
Sie weiß, dass man zu offiziellen Anlässen eine saubere Hose anziehen sollte.
·         ... ist auslösender Faktor für ständige Umzüge in der Familie:
Umzug für Umzug wird sie Dich geschickt dazu bringen, immer weiter aufs (Hunde-)Land zu ziehen (und damit immer weiter weg von Deinem Job).
·         ... ist leicht glücklich zu machen:
Eine neue Hundeleine, ein Dummy oder auch nur ein faltbarer Trinknapf werden Dir ihr Herz auf ewig sichern.
·         ... zeigt ihre Zuneigung auf ungewöhnliche Weise:
Wenn sie Dir den Nacken klopft und "brav" sagt - glaub es oder nicht, dann liebt sie Dich!

(Autor unbekannt)

Wie bereitet man sich am allerbesten auf die Ankunft eines Welpen vor?

·         Schütte kalten Apfelsaft an verschiedene Stellen auf den Teppichboden und lauf barfuß im Dunkeln herum.
·         Trage eine Socke, die durch den Wolf gedreht wurde.
·         Gleich nach dem Aufwachen, stell Dich in den Regen und Dunkelheit und wiederhole: Guter Hund, mach Pipi, beeil Dich, mach schon ...
·         Bedecke Deine beste Kleidung mit Hundehaaren. Bei dunkler Kleidung verwende helle Haare und bei heller Kleidung dunkle Haare. Außerdem lasse in Deiner ersten morgendlichen Tasse Kaffee einige Hundehaare schwimmen.
·         Spiel "Fangen" mit einem nassen schleimigen Tennisball.
·         Renn barfuß durch den Schnee, um das Gartentor zu schließen.
·         Schütte einen Wäschekorb mit sauberer Wäsche um und verteile die Stücke über den ganzen Boden.
·         Lass Deine Unterwäsche im Wohnzimmer liegen, denn dorthin bringt sie der Hund sowieso. (Besonders dann, wenn man Gäste hat).
·         Spring aus Deinem Sessel, kurz bevor Deine Lieblingssendung im Fernsehen vorbei ist und renne zur Tür, schreiend: Nein! Nein! Mach das Draußen. Versäume den Schluss Deiner Sendung.
·         Schütte morgens Schokopudding auf den Teppich und warte bis nach der Arbeit, um es sauber zu machen.
·         Nimm einen Schraubenzieher und schnitze Löcher in ein Bein Deines Esstisches.
·         Nimm eine warme, weiche Decke aus dem Trockner und roll Dich in sie ein. Das ist das Gefühl das Du bekommst, wenn ein Welpe auf Deinem Schoß einschläft.

(Autor und Übersetzer unbekannt; das englische Original hier)
 
(Eine etwas andere Variante hier)

16 gute Ratschläge für Hundebesitzer und solche, die es werden wollen

1.      Wenn Sie sich einen Hund kaufen, nehmen Sie einen großen!
Wie in vielen anderen Branchen, gibt es auch bei Hunden eklatante Missverhältnisse zwischen Preis und Leistung. Kehren Sie Zeitgenossen, die Ihnen Hundezwerge zu "Schäferhundpreisen" andrehen wollen, kommentarlos den Rücken.

2.      Kaufen Sie nur Hunde seltener Rassen!
Nur so können Sie die staunende Gemeinde der Allerweltshundebesitzer von Ihrem kynologischen Fachwissen überzeugen. Lassen Sie Setter, Rottweiler und Dobermann links liegen, wählen Sie lieber einen Akita Inu, Basenji oder Fila Brasilero. Exotik hat ihren eigenen Charme und ein Rhodesian Ridgeback umgibt seinen Besitzer auf natürliche Weise mit dem Flair der Großwildjagd. Nebenbei tun Sie noch etwas gegen die zunehmende Verödung des Stadtbildes und viele bewundernde Blicke sind Ihnen gewiss.

3.      Wählen Sie niemals eine Rasse, deren Vertreter Ihnen in puncto Körperkraft nicht mindestens um das Doppelte überlegen sind!
Auf diese Weise finanziert sich der Hund nicht nur selbst, da Sie die überhöhten Beiträge fürs Fitness- Studio einsparen, Sie zeigen Ihrer Umwelt gleichzeitig, dass Sie mutig, unerschrocken und erfrischend optimistisch sind. Dieser Effekt kann auf einfache Weise potenziert werden: Halten Sie grundsätzlich Rüden, niemals eine Hündin.

4.      Bringen Sie Ihren Typ zur Geltung!
Wenn die erste Sichtung der Hunderassen (siehe Punkt 2) mehrere Möglichkeiten offen lässt, wählen Sie einen Hund, der zu Ihrem Typ passt. Bei Männchen mit der Gestalt eines Gartenzwerges drängt sich ein Irischer Wolfshund geradezu auf. Fettleibige können mit einem Barzoi oder Greyhound ihre Erscheinung relativieren und feingliedrige Künstlertypen kommen neben einem Bernhardiner bestens zur Geltung. Basketballspielern seien Westies wärmstens empfohlen aber nur ein Bullterrier ist in der Lage, Ihren sozialen Rang angemessen zu unterstreichen. Damen mit besonders zierlicher Figur seien Owtscharka und Sarplaninac Rüden ans Herz gelegt, womit wir wieder bei Tipp Nummer 3 wären.

5.      Lesen Sie keine Hundebücher!
Die Autoren sind ohnehin nur Halsabschneider mit begrenzter Einsichtsfähigkeit. Sie gehen so der Gefahr aus dem Weg, dass Ihre klaren Vorstellungen von Phantasten und Lobbyisten verwässert werden. Wenn es denn unbedingt ein Hundebuch sein muss, nehmen Sie eines der ganz billigen! Die Autoren dieser Werke wissen auch nicht weniger als die geldgeilen Hundebuch-Literaten und sind sicherlich über jeden kleinen Zuwachs ihres Einkommens dankbar. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie erwerben ein literarisches Schnäppchen und tun etwas für Ihr soziales Gewissen.

6.      Beziehen Sie Ihre Hunde nicht aus Tierheimen!
Es sei denn, Sie möchten unverschuldet in den Ruf geraten, Ihre Kleidung bei Trödlern zu beschaffen oder in Secondhand Geschäften nach einem neuen Lebensabschnittsgefährten Ausschau zu halten. Seit Jahrzehnten investiert die Menschheit Unsummen in die Verwirklichung der perfekten Wegwerfgesellschaft - da können Sie nicht einfach gedankenlos einen Kontrapunkt setzen. Außerdem sind diese Hunde von minderer Qualität oder können Sie sich einen Grund vorstellen, warum jemand einen Hund abgeben sollte, ohne einen angemessenen Gegenwert erstattet zu bekommen?

7.      Schaffen Sie sich nur Rassehunde an!
Kopieren Sie alle Abstammungsnachweise, Zuchtbuchauszüge und sonstigen Unterlagen in ein brieftaschengerechtes Format. So können Sie nicht nur Unkundigen, sondern allen Hundebesitzern, jederzeit den Spiegel der Unkenntnis vors Gesicht halten und die Treffen kurzweilig gestalten. Lassen Sie sich keines der Papiere zurückgeben, bevor es Ihr Gegenüber nicht mindestens drei Minuten studiert hat. Niemand kann sonst Ihren kynologischen Weitblick angemessen würdigen.

8.      Legen Sie sich spätestens mit der Anschaffung des Hundes ein umfangreiches kynologisches Fachvokabular zu!
Banausen, die Sie mit der Frage langweilen, ob "er" denn lieb sei, werden Ihrem Vortrag über "Analogien der Wesensentwicklung deutscher Rassezuchthunde unter Berücksichtigung ethologisch-kynologischer Prinzipien und selektionsrelevanter Strategien" ergriffen lauschen. Lassen Sie keine Gelegenheit aus, Ihren Ruf als einer der letzten wirklichen Hundekenner zu festigen. Beantworten Sie Einwände allenfalls mit einer abfälligen Handbewegung - denn wer tatsächlich etwas von Hunden versteht, hätte Ihnen ja wohl kaum widersprochen, oder?

9.      Werden Sie Mitglied in einem Hundeverein!
Vorsicht - nehmen Sie nicht den erstbesten. Als Faustregel gilt: Je exklusiver, desto besser. In Frage kommen nur Vereine, die keine Hunde anderer Rassen und bitteschön schon gar keine Bastarde auf ihr Gelände lassen. Achten Sie auf sorgfältige Zugangskontrollen und unmissverständliche Hinweisschilder. Oder würden Sie einem Golfclub beitreten, auf dessen achtzehnten Grün Arbeitslose und Hausbesetzer ein Picknick veranstalten? Gefährden Sie nicht die natürliche Distanz zwischen Jetset und Proletariat für ein bisschen verklärte Sozialromantik...

10.  Sparen Sie nicht am falschen Ende!
Geben Sie Billighalsbändern und schnöden Kunststoffleinen keine Chance, es sei denn, Sie möchten als Geizkragen gelten und den Eindruck erwecken, Ihr Hund sei Ihnen nichts wert. Italienische Designer bieten farblich abgestimmte Kollektionen an, so besitzen Sie zu jedem Kleidungsstück ein passendes Halsband für den kleinen Liebling. Besonders zu empfehlen sind reich mit Krokodil- oder Schlangenleder verzierte Designerstücke. Elfenbeinapplikationen entwickeln ihre volle Schönheit erst im Zusammenspiel mit anderen wertvollen Materialien. So können Sie jedermann unaufdringlich beweisen, dass Sie ein entspanntes Verhältnis zu Tieren haben und dass Ihr Hund für Sie etwas ganz Besonderes ist.

11.  Bestehen Sie auf Ihre Grundrechte!
Wenn Sie zufällig einen Hund mit einer Widerristhöhe unter 35 Zentimetern besitzen, lassen Sie keinen Zweifel daran aufkommen, dass für alle größeren Hunde generelle Leinenpflicht besteht. Vermeiden Sie dabei Formulierungen wie: "Könnten Sie bitte Ihren Hund anleinen?", denn diese Ausdrucksform wird von Ihrer Zielgruppe sowieso nicht verstanden. Ein stimmungsvolles: "Nehmen Sie gefälligst Ihren Scheißköter an die Leine!" ist der Situation angemessen und für jedermann leicht verständlich. Vergessen Sie dabei aber nicht, anderen Hundebesitzern bei jeder Gelegenheit mit Ihren Rechtsanwälten zu drohen - nur so können Sie den Nachweis erbringen, dass Sie die Funktionsprinzipien des Rechtsstaats wirklich verstanden haben.

12.  Abonnieren Sie einige fachbezogene Mailinglisten im Internet!
Je mehr, desto besser. Setzen Sie sich nicht dem Verdacht aus, in der Steinzeit zu leben oder an aktuellen Entwicklungen kein Interesse zu zeigen. Neueste Erkenntnisse versierter Hundehalter aus ländlichen Gemeinden der USA über Abstammung, artgerechte Ernährung, erfolgreiche Ausbildung, sinnvolle Körperpflege und nützliche Gesundheitsfürsorge ruft der moderne Mensch online ab. Wie? Sie haben Zuhause noch keinen Internet-Zugang und surfen auf Firmenkosten? Lassen Sie das bloß niemanden hören!

13.  Machen Sie mit Ihrem Hund keine Ausbildung!
Die Welt ist voll von autoritären Wichtigtuern und Sklaventreibern, die Ihren Hunden beibringen, Mitmenschen weder zu gefährden noch zu belästigen. Dies ist mit dem Tierschutzgesetz keinesfalls vereinbar. Schützen Sie die zarte Seele Ihres Hundes vor dem Psychoterror unverantwortlicher Tierschänder, vor allem, wenn Sie einen kleinwüchsigen Hund besitzen.

14.  Keine Ausbildung ohne Prüfung!
Sollte eine Ausbildung unvermeidlich sein, bestehen Sie unbedingt auf einer formellen Prüfung. Ansonsten könnte eine wahre Katastrophe eintreten: Sie haben Ihren Hund ausgebildet und keiner merkt etwas davon. Kopieren Sie die Prüfungsurkunde wie in Punkt 7 beschrieben und lassen Sie die Kopie gelegentlich zwischen die anderen Papiere rutschen. Detailreiche Darstellungen des Ausbildungsverlaufes interessieren Fremde am meisten! Selbst Hundeskeptiker werden sich in der Schlange des Supermarktes oder im Wartezimmer des Tierarztes Ihren ausführlichen Schilderungen nicht entziehen wollen. Lassen Sie dabei stets eine größere Anzahl unscharfer und überbelichteter Fotos herumgehen, die kleinen Qualitätsmängel unterstreichen die Dynamik der Situation und werden gerne verziehen.

15.  Seien Sie nervenstark!
Nicht selten fallen Hundehalter unangenehm auf, indem sie lauthals herumschreien, wenn ihr Dackelmix von einem wesensfesten Deutschen Schäferhund untergeordnet wird. Mit solcherlei unangebrachten Gefühlsausbrüchen werden Kinder oder ältere Menschen erschreckt und das Fehlverhalten fällt auf die Hundehalter insgesamt zurück. Lassen Sie Ihren wesensfesten Schäferhund ruhig gewähren, die Tiere können solche Probleme prima unter sich regeln. Völlig anders ist der Fall gelagert, wenn Ihr wesensfester Deutscher Schäferhund von einem größeren Hund gemein und hinterhältig angegriffen wird. Schlagen Sie mit der Leine dazwischen, schreien Sie lauthals um Hilfe und rufen Sie anschließend nach dem Staatsanwalt - schließlich gibt es für alles eine Grenze.

16.  Lassen Sie Ihren Tierarzt nicht hängen!
Ärzte sehen sich oft mit dem Problem konfrontiert, dem engagierten Tierbesitzer Sachverhalte medizinisch korrekt und sprachlich verständlich auseinander zu setzen. Der verantwortungsvolle Hundehalter ist hier zu Mitarbeit aufgerufen. Eignen Sie sich in der U-Bahn oder auf dem Klo eine Auswahl Latizismen und wahllos zusammengesuchter medizinischer Fachausdrücke an. Schlagen Sie dabei den Bogen von der Inneren Medizin über Themen der Verhaltensforschung bis zur Gentechnik.
Zukünftig machen Sie sich nicht nur um das Zusammenwachsen interdisziplinärer Forschungsgebiete verdient, Sie können Ihrem Tierarzt schon bei der Begrüßung wertvolle Hinweise auf mögliche Krankheitsursachen Ihres Hundes geben. Sprechen Sie Ihren Tierarzt ab sofort nur noch mit dem kollegialen "Du" an, schließlich sind Sie jetzt auch vom Fach.

(Autor unbekannt)

Was kostet eigentlich ein Hund? (2. Fassung)

Das ist die Frage, die jedem Interessenten auf der Seele liegt und jeden Züchter zu tiefen Seufzern veranlasst.

Um die Frage aller Fragen ein wenig zu erläutern, wurde folgende Aufstellung ausgearbeitet ... 

  • Niedlicher Rassehund mit Knopfaugen, vom Züchter fachgerecht aufgezogen, einfach zum Verlieben: 1.000 €
  • Halsband, Leine, Näpfe und Welpenspielzeug: 75 €
  • Tierarztkosten für Nachimpfungen und Entwurmen: 75 €
  • Haftpflichtversicherung: 60 €
  • Futter für ein Jahr 500 €
  • ------------------------------------
Zwischensumme: 1.510 €

  • In der ersten Nacht drei Paar zerkaute Herrensocken und ein Damendessous: 80 €
  • In der 2. Nacht schläft der Welpe nicht mehr im Schlafzimmer, sondern im Flur:
  • Restaurierung des angekauten und vollgepieselten Perserteppichs: 600 €
  • Für die dritte Nacht muss eine Hundebox her... : 150 €
  • Auf dem Parkplatz der Hundeschule den Welpen 15 Minuten allein im Auto gelassen:
  • Sicherheitsgurt austauschen und den Schaltknüppel ersetzen lassen: 400 €
  • Eine Transportbox fürs Auto kaufen, weil die Erste nicht in den Kofferraum passt: 150 €
  • Größeres Halsband, zerkaute Lederleine durch Nylon ersetzen, neues Spielzeug und jede Menge Kauknochen: 100 €
  • Gartenzaun erhöhen, Bordstein setzen gegen die Untertunnelungsversuche des hochbegabten kleinen Tiefbauingenieurs: 2.500 €
  • Der Landwirt vom Dorfrand muss seinen Weidezaun wieder aufrichten, denn unser Liebling hat seine Instinkte an der Jungbullenherde erprobt: 1.000 €
  • Eine Runde Freibier für die Helfer der freiwilligen Feuerwehr, die die Bullen auf der Bundesstraße eingefangen haben: 250 €
  • Agility-Parcours für den Garten, z.T. im Eigenbau, um das Trainingsprogramm zu optimieren und den Hund endlich von den verdammten Viechern abzulenken: 1000 €
  • Pacht für eine kleine Schafweide, fünf Mutterschafe, damit der Hund doch seiner Bestimmung nachgehen kann: 800 €
  • Ausbruchssicherer Zaun für vorgenannte Weide: 1.000 €
  • Trotzdem haben die Schafe die Vorgärten der Nachbarschaft erkundet, Stauden und Erdbeerbeete sind besonders beliebt ... : 400 €
  • Du möchtest einen zweiten Hund, denn die Hütearbeit mit zwei Hunden ist ungleich interessanter (Halsband, Tierarzt etc.): 1.200 €
  • Anwalts und Gerichtkosten für den Prozess gegen die Nachbarn: 4.000 €
  • Spende an den örtlichen Tierschutzverein, wegen ausgeübter Nachsicht
  • trotz vorsätzlicher Quälerei von Klauentieren: 250 €
  • Du brauchst mehr Schafe, das Training mit immer der gleichen Gruppe ist nicht effektiv: 600 €
  • Am besten kaufst Du gleich einen Resthof auf dem Land, dann kannst Du auch endlich mehrere Hunde halten und selbst züchten: 200.000 €
  • Jährliche Reisekosten für die Teilnahme an Trials, Hüteseminaren, Agilityturnieren und Hundeausstellungen am Ende der Welt: 6.000 €
  • Campingfahrzeug mit Platz für mindestens vier Hunde, damit das Reisen endlich billiger wird: 18.000 €
  • -------------------------
Endsumme: 240.190 € 

Die vorliegende Aufstellung beruft sich auf Erfahrungswerte. Der Preis für einen Hund ist nach oben unbegrenzt. Obwohl sich finanzielle Probleme wegen größerer Urlaubsreisen, anspruchsvollen Ehepartnern oder Daueraufenthalten der Schwiegermutter durch die Hundehaltung meist von selbst erledigt, ist diese Hunderasse somit den Privilegierten vorbehalten. 

Denk daran, wenn dir auf dem nächsten Spaziergang ein Dreck bespritzter Mensch in Gummistiefeln und sechs schwarz-weißen Hunden (ohne Leine) im Schlepptau begegnet - es handelt sich nicht um einen Asozialen, sondern mindestens um den Filialleiter der örtlichen Sparkasse. Der wird Dich beim Gespräch unter vier Augen, lächelnd über die Auszüge Deines gesperrten Girokontos gebeugt, fragen: "Ja, wussten Sie denn nicht, was so ein Hund kostet?"
(Autor unbekannt)

(1. Fassung hier)